HIV-Test Beratung


Am Wochenende vom 22. - 23.06.2008 fand im HIVCENTER der Universitäts Klinik Frankfurt am Main ein Seminar für ausländische Studenten zum Thema HIV/AIDS statt.

Da weder Medizin-Studenten, noch viele bereits im Beruf tätige Ärzte im Umgang mit HIV und Patienten geschult werden bwz. wurden, haben Frau Dr. Tessa Lennemann vom HIVCENTER und Holger Pfister von hiv-fortbildung.net gemeinsam ein Trainingsprogramm zur HIV-Test Beratung entwickelt.

Dieses dient dazu, in knapper Form die unabdingbaren Voraussetzungen für einen "erfolgreichen" HIV-Antikörper Test und weiterhin die wichtigsten Punkte im Gespräch mit einem zu einem HIV-Test bereiten Menschen darzustellen.

Die Autoren Dr. Tessa Lennemann und Holger Pfister stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!


Dr. Tessa Lennemann und Holger Pfister

Copyright Bilder: Kathleen Mantzsch


1) HIV Nachweis in verschiedenen Körpersekreten:

+++ = Hohes Risiko ++= Mittleres Risiko + = Geringes Risiko

Körperflüssigkeit/ Sekret Ansteckungsrisiko
Sperma +++
Urin +
Speichel +
Nasensekret (+)
Kot (+)
Fruchtwasser +
Muttermilch ++
Blut +++
Tränenflüssigkeit +
Vaginalflüssigkeit +++
Wundsekret +++

ISBO Regel

2) Transmissionsrisiken

Generell gilt die ISBO Regel:

Für eine Infektion müssen alle der folgenden Faktoren zusammen kommen:

I - Infectious Fluid (Infektiöse Flüssigkeit)
S - Sufficiant amount (Ausreichende Menge)
B - Blood Stream (Kontakt mit Blutkreislauf)
O - Opportunity (Gelegenheit)

Infektious Fluid:

Wichtigste Voraussetzung zur Infektion = ausreichende Virusmenge
z. B.: Unsafe Sex (Vaginal-/Analverkehr):

Sufficient amount:

Blood Stream:

Erhöhtes Risiko bei STD (leichterer Zugang zu Blutkreislauf)

Opportunity:

Entsprechendes Verhalten und Vorsichtsmaßnahmen können Risiko reduzieren:

3) Risikoeinschätzung in Bezug auf spezifische Transmissionswege:

Tiefe Stich- und Schnittverletzung 4,8%
Kanüle nach art. oder ven. Punktion 1,5%
Schleimhautexposition 0,03%
Exposition von entzündeter Haut 0,03%
Rezeptiver Analverkehr 0,82%
Rezeptiver vaginaler Verkehr 0,05-0,15%
Insertiver vaginaler Verkehr 0,03-5,6%
Oralverkehr Einzelfälle

4) Risiken am Arbeitsplatz:

5) Umgang mit Patienten:

Allgemeine Hygienevorschriften beachten, jedoch keine unsinnigen Vorsichtsmassnahmen!!!

ABER:

5) Mythen über HIV-Ansteckung:

6) Vor-Test Beratung:

Ziele:

1. Risikoeinschätzung
2. Evaluation der psychischen Situation
3. Informationsvermittlung
4. Reale Transmissionsrisiken
5. Testabläufe (Diagnostisches Fenster)
6. Mögliche Folgen eines positiven Testergebnisses
7. Therapiemöglichkeiten

Gründe für HIV-Antikörper Test:

Wichtig:

7) Nach-Test Beratung:

HIV-Test Ergebnis NEGATIV:

HIV-Test Ergebnis POSITIV:

8) WICHTIG!

9) Infos im Internet:

www.hivcenter.de

www.aidsaufklaerung.de

www.hiv-facts.net



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Letzte Änderung am Samstag, 26. Januar 2013 um 18:10:28 Uhr.

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