HIV-Verdachtsdiagnose


Rezidivierende äußere Genitalwarzen als Verdachtsdiagnose für HIV-Infektion

Multipel rezidivierende äußere Genitalwarzen werden laut einer Studie in 'Sexual Transmitted Deseases⊃1; deutlich häufiger bei HIV-infizierten Frauen beobachtet als bei HIV-negativen Frauen.

Dr. Guiseppe De Panfilis aus Brescia, Italien, und Kollegen verglichen posttherapeutische Rezidivraten äußerer Genitalwarzen bei 241 HIV-positiven und 1.095 HIV-negativen Frauen, die zwischen 1990 und 1999 entsprechend behandelt wurden.

Die jeweilige Therapie resultierte generell in einer Remission. Ein Jahr nach der erfolgreichen Behandlung konnte bei 66,4 Prozent der HIV-positiven Frauen ein Rezidiv diagnostiziert werden - verglichen mit 26,8 Prozent der HIV-negativen Frauen. Für 69 HIV-positive und nur 14 HIV-negative Frauen werden multiple Rezidive beschrieben (p<0,001).

Rezidive zervikaler intraepithelialer Neoplasien (CIN), die - ebenso wie extragenitale Warzen - mit einer HPV-Infektion assoziiert werden, konnten prozentuell innerhalb einer dreijährigen Beobachtungszeit ebenfalls häufiger bei HIV-positiven Frauen (n = 127) als bei HIV-negativen Frauen (n = 193) diagnostiziert werden (62% vs. 18%).

Basierend auf den oben beschriebenen Resultaten betonen die Wissenschafter, dass eine HIV-Infektion als Risikofaktor der Rezidivierung extragenitaler Warzen beachtet werden muss. Mehrfach rezidivierende extragenitale Warzen könnten einen Hinweis für eine mögliche HIV-Infektion sein - ein HIV-Test ist in diesen Fällen absolut indiziert.

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Quelle: Sex Trans Dis; 2002, 29: 121-125
(chi)


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Letzte Änderung am Samstag, 26. Januar 2013 um 18:10:30 Uhr.

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